wieder_Spaß

Im Laufe der Woche wurde ich immer wieder mit einem Thema konfrontiert, das mich im wahrsten Sinne des Wortes bewegt. Während eines gemütlichen Laufes, bei der ich die Stille und Schönheit der Natur ganz bewusst erlebte, habe ich auch den Entschluss gefasst, darüber ein paar Zeilen zu schreiben. Es ist ein Thema, von dem meiner Meinung nach auch viele betroffen sind, obwohl sie das auf den ersten Blick vielleicht gar nicht so wahrnehmen.

Zu hartes Training

Es geht dabei um die Gestaltung und den Ablauf vieler Trainings. Eines der häufigsten Probleme ist zweifelsohne jenes, dass eine Vielzahl der Hobbysportler unter uns einfach viel zu hart trainieren – sowohl bei den Umfängen, vor allem aber bei der Intensität. Hier wird leider oftmals doch deutlich über dem aktuellen Leistungsniveau trainiert, sprich das Tempo zu hoch gewählt. Dabei sollte der mit Abstand größte Teil des wöchentlichen Trainingsumfangs in einem wirklich moderaten Grundlagenausdauerbereich absolviert werden. Und jetzt nehmt euch am besten mal selbst an der Nase und denkt kurz darüber nach – wie schaut das bei einem selbst tatsächlich aus?

wieder_Spaß (2)

Vorsicht geboten

Das zu harte bzw. intensive Training hat natürlich auch entsprechende Auswirkungen. Klar, am Anfang freut man sich vielleicht über tolle sprunghafte Fortschritte – doch ACHTUNG, das kann dann aber auch schnell in die andere Richtung umschlagen. Durch die stetige Überforderung kommt der Körper nicht mehr damit zurecht – es kommt zu keinen weiteren Fortschritten mehr (oder auch Rückschritten), die Verletzungsanfälligkeit steigt an,…. Und jetzt mal ganz ehrlich, macht das intensive, mich immer fordernde Training überhaupt noch Spaß?

wieder_Spaß (3)

Spaß, Spaß und nochmals Spaß

Spaß, das ist eines der Begriffe, den ich nicht oft genug sagen kann – und das versuche ich auch immer bei meinen geleiteten Trainings zu vermitteln. Der Spaß ist so wichtig, doch dieser bleibt leider zu allzu oft auf der (Lauf-)Strecke zurück. Natürlich darf und soll ein Training ab und zu auch fordernd sein – nur durch das Setzen neuer Reize ist auch eine Weiterentwicklung möglich – aber selbst das kann beispielsweise in der Gruppe auch wirklich Spaß machen. Ganz egal ob ihr lieber alleine oder in der Gruppe unterwegs seid, ob ihr beim Laufen die Natur oder Stille genießen wollt oder einfach zur abschalten wollt – versucht das Laufen in vollen Zügen im moderaten Tempo zu genießen und habt Spaß dabei!

IMG-20170730-WA0005

Auf den Körper hören

Zum Abschluss ist es mir noch eine Herzensangelegenheit kurz auf Trainingspläne und Co einzugehen. Ein Plan ist an sich ja was Gutes, denn er soll helfen eine entsprechende Struktur ins Training zu bringen. Doch leider sehe ich auch hier viel zu oft, dass gewisse Einheiten auf Biegen und Brechen durchgezogen werden. Wenn ich dann als Antwort auch noch höre „na weil es am Plan steht“, kann ich mir bei Hobbysportler das Kopfschütteln leider nicht verkneifen. Warum tu ich mir das meinem Körper an?? Jeder Tag ist anders – ganz egal ob aufgrund der Tagesverfassung, entsprechender Umstände in der Arbeit oder der Familie – und somit sind die Grundvoraussetzungen auch für das Training immer anders. Wenn ich mich also ausgelaugt, einfach nicht richtig fit oder ähnliches fühle, dann mach ich ganz einfach kein hartes Training, auch wenn es am Plan steht. Hier ist jeder für sich selbst verantwortlich und hier mein Tipp für euch: Bitte HÖRT auf euren KÖRPER, er wird es euch danken!!

Und wenn diese Worte auch nur einen einzigen unter euch dazu anregen, sich über diese Sachen Gedanken zu machen, sich gewissen Sachen einfach wieder bewusster werden oder einfach wieder Spaß am Laufen haben, dann hat es sich für mich bereits gelohnt!

Bei Fragen oder Anregungen dazu stehe ich euch wie gewohnt via Mail (schritti@runningschritti.at) sowie per Nachrichten über Facebook und Instagram gerne zur Verfügung!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*
*
Webseite