Alle Jahre wieder… – keine Sorge, jetzt kommt noch kein Weihnachtslied – … steht im September der Wachaumarathon am Programm. Als größte Laufsportveranstaltung Niederösterreichs ist es für mich somit fast Pflicht, hier mit dabei zu sein. Doch jedes Jahr aufs Neue überlege ich aufs Neue! Nein, nicht ob ich überhaupt teilnehme, sondern für welchen der Bewerb ich mich dieses Mal entscheide. Im Laufe der letzten Jahre hab ich bereits alle Bewerbe durch – vom Marathon über den Halb- und Viertelmarathon bis hin zum Staffelmarathon. Doch was soll heuer nur her?

Pfeilschnell mit der Isostar-Staffel

Die Entscheidung wurde mir dann aber irgendwie abgenommen, denn Isostar wollte zwei Staffeln mit den prominenten Läufern Valentin Pfeil und Andi Vojta stellen – und suchten somit jeweils drei Läufer, die gemeinsam mit ihnen die 42,195km lange Strecke von Melk nach Krems absolvieren. Und so durfte ich bei der 21. Auflage des Wachaumarathons dann im „Team Valentin“ an den Start gehen. Die Startpositionen waren mit Valentin und Andi vergeben, die dann auch gemeinsam die ersten 7,5 Kilometer für ihre Verhältnisse locker abspulten.

(c) Sportland NÖ- www.foto-agent.at – A. Felten

Perfekte Stimmung auf der Finishline

Ich war das Letzte… ähmmm ich meine natürlich der Letzte! *g* Als Schlussläufer durfte ich also bei der altbekannten Schleife in Dürnstein ins Renngeschehen einsteigen. Nachdem Peter Prisching und Michael Scheuringer ihre Parts in unserem Team erfolgreich absolvierten, ging ich bei leichtem Nieselregen auf die Strecke. Vor mir waren großteils noch Nordic Walker vom Halbmarathon unterwegs, die ich nach und nach überholte. Und einige von ihnen machten auch richtig gute Stimmung und feuerten mich auf dem Weg nach Krems ordentlich an. Und dann war es soweit… das Ziel bereits vor Augen hieß es noch die kleine Schleife um die Ringstraße zu laufen ehe es auf die Zielgerade ging. Dort warteten auch schon unsere beiden „Team-Captains“ Valentin und Andi auf mich. Ich konnte die letzten paar hundert Meter mit dem laustarken Publikum auf beiden Seiten nochmals richtig genießen. Und mit einer Endzeit von 2:41:01 durfte ich dann als erste 4er-Staffel die Ziellinie überqueren.

Tolle Veranstaltung und der „Marathon-Mann“

Es hat großen Spaß gemacht, Teil des „Isostar“-Teams zu sein und auch die Veranstaltung wurde einmal mehr bestens von Michi Buchleitner und seinem Team organisiert. Das Wetter hätte für die Läufer nicht besser sein können, optimale Temperaturen und teils leichter Nieselregen sorgten für die perfekten Rahmenbedingungen. Eine Wahnsinns-Leistung lieferte aber einmal mehr Lauffreund Wolfgang Wallner ab. Der mittlerweile 53-Jährige durfte sich mit einer neuen persönlichen Bestzeit von 2:30:52 bereits zum sechsten Mal über den Gesamtsieg beim Wachaumarathon freuen! Beim Gespräch im Zielbereich erzählte er mir, dass er es noch gar nicht glauben könne, dass er diese Zeit gelaufen ist – großer Respekt vor dieser Leistung!!!

(c) Benjamin Butschell

Großer Applaus für ALLE Teilnehmer

Apropos großer Respekt – diesen habe ich natürlich vor ALLEN Teilnehmern, die beim Wachaumarathon in allen möglichen Bewerben mit dabei waren. Ich habe einige von ihnen persönlich mitverfolgt und gratuliere allen zu ihren persönlichen Leistungen. Auch wenn es vielleicht nicht das gewünschte Ergebnis geworden ist, lasst den Kopf nicht hängen, ihr habt trotzdem wirklich GROSSES geleistet. Seid stolz darauf und das Allerwichtigste ist für mich sowieso immer SPASS zu haben und diesen nicht zu verlieren!

15 Jahre alten Rekord geknackt

Der traditionell stärkst besetzt Bewerb war einmal mehr der Halbmarathon, den der Kenianer Geoffrey Ronoh gewann. Dieser war lange Zeit auf Streckenrekordkurs unterwegs, verpasste diesen am Ende mit 1:00:21 nur knapp. Was Ronoh bei den Herren verwehrt bliebt, schaffte seine Landsfrau Perendis Lekapana. Sie konnte den bereits 15 Jahren bestehenden Streckenrekord der Ungarin Beata Rakonzcai (1:09:45) auf 1:09:21 verbessern. „Wir freuen uns sehr, dass wir heute bei den Damen so eine überraschend tolle Leistung erleben durften. Nach 15 Jahren war es langsam an der Zeit. Trotzdem haben wir nicht unbedingt heute damit gerechnet“, zeigt sich Veranstalter Michael Buchleitner erfreut über den neuen Streckenrekord.

(c) fairplayfoto.net

Niederösterreicher top unterwegs

Schnellster Österreicher auf der 21,097km langen Strecke war Lokalmatador Michael Stulik vom UVB Purgstall. Er konnte seine persönliche Bestzeit gleich um mehrere Minuten auf eine tolle Zeit von 1:11:40 verbessern. Auf den Plätzen zwei und drei landeten mit Stefan Lackinger (1:13:18) und Kevin Wallner (1:15:49) aus St. Veit/Gölsen zwei weitere Niederösterreicher.