Das lange Warten hatte nun ein Ende, nach erneuter monatelanger Pause war es also endlich wieder soweit. Die Freude war nicht nur mir, sondern auch den anderen rund 2.000 Teilnehmern beim Reschenseelauf förmlich ins Gesicht geschrieben. Alle waren froh, die Stimmung und Emotionen einer Laufveranstaltung mal wieder in vollen Zügen hautnah zu genießen. Das OK-Team rund um Gerald Burger hat es geschafft, auch heuer ein schönes und sicheres Event zu veranstalten. Bereits zum vierten Mal in Folge war auch ich mit dabei, um einen der landschaftlich schönsten Läufe zu bestreiten.

„Back to the roots“

Wie jedes Jahr gibt es bei der Startnummernausgabe auch ein tolles Teilnehmergeschenk. Heuer ist es ein hochwertiger und vielseitig verwendbarer Rucksack. Nach der Spezialausgabe im Vorjahr kehrte die Veranstaltung an die traditionelle Start-Ziel-Location nach Graun zurück. Vor der einmaligen Kulisse des versunkenen Kichturms in See erfolgte der Start für die 15,3 Kilometer lange Runde um den See. Auch leichter Regen konnten die gute Stimmung auf der Strecke nicht trüben. Unter den rund 2.000 Teilnehmern auch ein Brautpaar, das sich während des Laufs das JA-Wort gab. Nach dem Start erfolgte ein kurzer Abstecher aufs Standesamt und anschließend wurde die Runde um den See absolviert.

Ausgesprochen gute Stimmung

Ich lief die landschaftlich tolle Strecke mit der Kamera bewaffnet, um ein paar bewegte Bilder einzusammeln. Das Video seht ihr dann in den nächsten Tagen auf meinem Facebook- und Instagram-Kanal. Auch wenn aufgrund von Corona heuer weniger Starter und Zuschauer mit dabei waren, war die Stimmung ausgesprochen gut. So spielte beispielsweise in Reschen die Blasmusikkapelle groß auf und sorgte für einen zusätzlichen Motivationsschub der Läufer für die letzten drei Kilometer. Mit dabei auch wieder einige bekannte Gesichter wie beispielsweise der „König vom Reschensee“, der sechsmalige Sieger Hermann Achmüller oder die schnellste deutsche Läuferin in diesem Jahr Sara Stark.

Bestes Panorama am Höhenweg

Wenn man inmitten dieser traumhaften Umgebung ist, muss man die Gegend in der Ferienregion Reschenpass im Rahmen des Aufenthaltes natürlich auch näher erkunden. Eine gemütliche Wanderung führte mich beispielsweise am Höhenweg von Schöneben zur Haider Alm. Dabei genießt man ein eindrucksvolles Panorama inklusive Blick auf den Reschensee. Auch ein Abstecher nach Langtaufers stand heuer am Programm. Von Melago ging es hinauf zur Melager Alm. Von hier aus geht es auch weiter auf den Gletscherlehrpfad zur Weißkugelhütte. Aufgrund des plötzlich einsetzenden Regens brach ich die Tour aber leider ab. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben – und so werde ich dann im nächsten Jahr einen neuerlichen Angriff auf den Gletscherlehrpfad starten!

Es war einmal mehr eine echt tolle Laufreise an den Reschensee und ich freue ich bereits jetzt auf den nächsten Aufenthalt in der Region Reschenpass.