Aller Anfang ist schwer. Der Beginn einer neuen Tätigkeit, egal ob im Job, der Familie oder auch in der Freizeit ist immer schwierig. Aber es ist gleichzeitig auch richtig schön, sich eine neue Herausforderung zu suchen und diese zu meistern. So ist es auch beim Laufen. An sich ist es ja die natürlichste Bewegungsart des Menschen, doch zu Beginn sollte man schon ein paar Dinge beachten. Einer der wichtigsten Faktoren ist mit Sicherheit die Geduld.

Laufen und Gehen kombinieren

Einer der größten Fehler, die Laufeinsteiger machen, ist gleich zu Beginn zu große Fortschritte machen zu wollen. Da der Körper braucht aber eine entsprechende Zeit, um sich an die neue Belastung zu gewöhnen. Mein persönlicher Tipp ist es, gerade am Anfang nicht bis zur vollkommenen Erschöpfung zu laufen, sondern bewusst auch Gehpausen einzubauen. Dabei handelt es sich um eine Art Intervalltraining, bestehend aus Laufen und Gehen. Beispielsweise 3min laufen und 3min gehen und anschließend wiederholen. So kann sich der Körper sanft an die stärkere Belastung gewöhnen. Die Intervalle und Gehpausen können dabei natürlich geändert und gesteigert werden.

Runter vom Gas

Wenn es dann mit dem Durchlaufen klappt, rate ich es trotzdem weiterhin langsam anzugehen. Hier wird oftmals der Fehler gemacht, dass das Tempo viel zu hoch gewählt wird und bis zur kompletten Erschöpfung/Ermüdung gelaufen wird. Drosselt das Tempo lieber etwas und versucht mit einem Lächeln im Gesicht zu laufen und so mit der Zeit auch entsprechend die Distanzen zu steigern. Der langsame Dauerlauf ist die beste Grundlage und sollte auch bei wettkampforientierten Läufern die umfangreichste Trainingsform darstellen.

Bitte langsam steigern

Auch wenn es dann mit dem Laufen schon ganz gut klappt und euch der Ehrgeiz packt, macht bitte nicht den Fehler und steigert die Umfänge zu schnell. Legt einen zusätzlichen Trainingstag in der Woche ein, erhöht die Distanzen und zuletzt erst die Intensität – und macht diese Steigerungen stufenweise und nicht sprunghaft. Die richtige Reihenfolge der Belastungssteigerung ist dabei ganz wichtig: 1. Trainingshäufigkeit – 2. Umfang – 3. Intensität

Nur nicht den Spaß verlieren

Das Allerwichtigste ist aber natürlich nie den Spaß an der Bewegung und am Laufen zu verlieren. Deshalb ist es auch wichtig eine gewisse Abwechslung ins Training zu bringen, probiert mal ganz neue Laufstrecken oder erkundet die Natur oder auch die Stadt mal laufend. Ihr werdet sehen, dass das nicht nur Spaß macht, sondern plötzlich auch die Zeit wie im Fluge vergeht. Vielleicht findet ihr ja auch den einen oder anderen Gleichgesinnten, mit dem ihr euch zum Laufen trefft oder ihr schließt euch z.B. einem Lauftreff an. Dies kann auch wieder für neue oder zusätzliche Motivation sorgen.

Bei Fragen rund ums Laufen stehe ich euch wie gewohnt gerne jederzeit zur Verfügung!