Bereits im Vorjahr war Kärnten Läuft eine der wenigen Veranstaltungen, die trotz der umfangreichen Corona-Maßnahmen stattfinden konnte. Und auch zum 20-jährigen Jubiläum der Veranstaltung ist heuer alles ein wenig anders. Die Running City befindet sich wie im Vorjahr direkt im Wörthersee Stadion, da hier auf eine bestehende Infrastruktur in Sachen Sicherheit zurückgegriffen werden kann. Gleich zum Vorjahr bleibt auch die Aufteilung des Viertel- und Halbmarathons auf Samstag und Sonntag, sodass diese nicht zeitgleich stattfinden.

Über das Nordufer ins Ziel

Alt bekannt ist der Start des Halbmarathons – hier kehrt man vor die traumhafte Kulisse des Schlosshotels in Velden zurück. Pünktlich um 9.00 Uhr erfolgt dann hier der Startschuss mit Blick auf den wunderschönen Wörthersee. Doch heuer wird erstmals in die andere Richtung gelaufen – sprich entlang des Südufers. Anfangs noch etwas skeptisch, legt sich dies aber schon sehr bald. Auch wenn die Strecke etwas hügeliger ist, bekommt man auf dieser Strecke mehr See geboten. Der Kurs ist etwas flüssiger mit weniger „Kanten“. Zudem läuft man viel mehr Passagen im Schatten, mit dem angrenzenden Wald somit auch etwas kühler als auf der anderen Seite. Einer der Höhepunkte ist dann der Abschnitt durch Reifnitz, wo auch viele Zuschauer lautstark anfeuern.  Alles in allem eine echt schöne Strecke.

Stadion gegen Strand

Am Ende des Laufs wartet dann der Zieleinlauf im Wörthersee Stadion, wo man von Läufern, Zuschauern, DJ und Moderatoren empfangen wird. Somit kann man die letzten Meter nochmals in vollen Zügen genießen. Der Einlauf im Stadion ist zweifelsfrei ein Highlight, doch ob es den Original-Zieleinlauf am Metnitzstrand ersetzen kann, glaub ich persönlich nicht ganz. Hier genießt man am letzten Kilometer von der Friedel-Promenade bis ins Ziel Wörthersee-Feeling vom Feinsten. Das Organisationsteam rund um Michi Kummerer wird in den nächsten Wochen alle Möglichkeiten abwägen, wie die Strecke dann im nächsten Jahr aussehen wird.

Foto (c): KärntenLäuft/Traussnig

Sensation durch Julia Mayer

Ein absolutes Highlight bei der Jubiläumsauflage war mit Sicherheit auch der Sieg durch Julia Mayer. Mit einer Zeit von 1:13:26 setzt sie sich im Zielsprint gegen eine kenianische Läuferin durch und sorgt somit sensationell für einen österreichischen Sieg beim 20-jährigen Jubiläum. Bei den Herren siegt der Kenianer James Mburugu vom österreichischen run2gether-Team, schnellster Österreicher und somit auch Staatsmeister im Halbmarathon wird Andreas Vojta.

Mit Pacer zur neuen Bestzeit

Neben der Besichtigung der neuen Strecke sammle ich jede Menge Bewegtbilder, damit ich all meine Eindrücke in einem Video zusammenfassen kann. Zudem begleite ich Nicole Müllner als Personal Pacemaker. Mit einer anvisierten Zielzeit von 1:50 laufen wir die ersten Kilometer immer im Bereich von 5:10 min/km. Ab ca. der Hälfte des Rennens legen wir aber nochmals ordentlich zu und spulen Kilometer für Kilometer in unter 5min ab. Mit einer Endzeit von 1:46 kann Nicole am Ende über eine tolle neue persönliche Bestzeit jubeln.

Ich halte euch natürlich wie gewohnt am Laufenden über die Pläne, Arbeiten und Vorbereitungen in Hinblick auf die 21. Auflage von Kärnten Läuft, die dann von 26. bis 28. August 2022 über die Bühne gehen wird.