Die wunderschöne Kulisse des Wörthersees ist im In- und Ausland bestens bekannt. Traumhafte Bilder gehen durch die ganze Welt und zahlreiche Urlaubsgäste genießen dieses ganz besondere Flair entlang des Sees von Klagenfurt bis Velden. Ende August steht der Wörthersee dann aber ganz im Zeichen tausender Läufer, denn das Kärnten Läuft Wochenende ist zum Fixtermin für viele Elite- und Hobbysportler geworden. Von 2014 bis 2016 habe ich hier drei Mal in Folge den Halbmarathon absolviert und dabei mit 1:18:41 auch meine persönliche Bestzeit aufgestellt. Auch den Night Run, Familienlauf sowie den Viertelmarathon (etwas angeschlagen im Jahr 2017) bin ich hier bereits gelaufen und war jedes Mal wieder aufs Neue begeistert von diesem Event.

Alle ziehen hier an einem Strang

Im Vorjahr hab ich nun aber die Seiten gewechselt – seit 2018 arbeite ich in der Crew von Michi Kummerer und seinem Team mit. Meine Hauptaufgabe am Wochenende war auch heuer wieder die gesamte Betreuung der Social Media Kanäle von Kärnten Läuft. Es macht echt großen Spaß in dieser Crew zu arbeiten – neben der Arbeit kommt der Spaß nie zu kurz und der Zusammenhalt innerhalb des Teams ist einzigartig. Alle Helfer – vom Schrankenwächter über die Auf- und Abbau-Crew bis hin zur Anmeldung oder Teamleitern – ziehen an einem Strang und sorgen somit für einen reibungslosen Ablauf der Veranstaltung.

Trotz wenig Schlaf und viel Arbeit sind alle stets gut gelaunt und hilfsbereit. Das ist auch das Feedback, das von vielen Läufern dann wieder zurückkommt. Auf seine Crew schwört auch Veranstalter Michi Kummerer, der in seinen Ansprachen auch immer von der „Kette“ spricht und jedes einzelne Glied als außerordentlich wichtig bezeichnet. Und so ist es auch die #bestecrew die bei Kärnten Läuft 2019 wieder im Einsatz war – und es ist schön, ein Teil davon zu sein!

Dem Sonnenuntergang entgegenlaufen

Zum aktiven Laufen bleibt hier klarerweise dann leider wenig Zeit, doch einen kurzen Lauf am Donnerstagabend nach dem Crew-Meeting konnte ich dafür in vollen Zügen genießen. Nach einem durchwegs trüben Tag kämpfte sich am Abend dann doch noch die Sonne durch. Und so konnte ich auf meiner Laufstrecke zwischen Klagenfurt und Krumpendorf sowie retour in die Running City in Klagenfurt den wunderschönen Sonnenuntergang genießen. Das sind genau die Momente, die einem lange in Erinnerung bleiben und das Flair des Wörthersees ausmachen. Am besten ihr lasst selbst die Bilder, die ich davon gemacht habe, wirken!

Spannung pur beim Halbmarathon

Auch heuer gab es während des Wochenendes ein kunterbuntes Programm. Nach dem Night Run mit anschließender Modenschau am Freitag und dem Hundelauf, Nachwuchs- und Familienläufen sowie dem Frauenlauf am Samstag standen am Sonntag der Viertel- und Halbmarathon am Programm. Rekordmann und Streckenrekordhalter (der 1. Läufer der in Österreich unter 1 Stunde blieb) Geoffrey Ronoh sicherte sich nach einem spannenden Rennen heuer bereits zum dritten Mal den Sieg.

Besonders heiß ging es auch bei den Staatsmeisterschaften im Halbmarathon her. Peter Herzog präsentierte sich bärenstark und sicherte sich in einer echt tollen Zeit von 1:03:50 (die beste Zeit eines Österreichers bei Kärnten Läuft bisher!!) souverän den Titel vor Lemawork Ketema. Bei den Damen konnte Victoria Schenk die favorisierte Eva Wutti (ehemalige Triathletin, die ihren ersten Halbmarathon bestritt) noch abfangen und konnte ihr Glück im Ziel kaum fassen. Mit 1:15:54 setzte sie sich mit neuer persönlicher Bestzeit die Krone auf.

Betrüger entlarvt und sofort disqualifiziert

Für Aufsehen sorgte ein gewisser „Mo Afzal“, der sich nur knapp hinter Lemawork Ketema als Dritter der Österreich-Wertung feiern ließ. Doch die Freude war nur von kurzer Dauer. Aufmerksame Läufer wie Markus Hartinger, der übrigens den Viertelmarathon souverän gewann, und die hinter Afzal gereihten Österreicher schöpften Verdacht. Nach Durchsicht der Split-Zeiten verhärtete sich dieser gewaltig, denn auf dem Streckenabschnitt rund um Pörtschach (KM 9 – 15) war er mehr als rekordverdächtig unterwegs. Darauf angesprochen meinte Afzal nur, dass er dieses Tempo laufen könne und alles mit rechten Dingen zugegangen sei. Und so musste ein Beweis her. Durch das schnelle Handeln von Organisator Michi Kummerer sowie der Zeitnehmung von MaxFun wurde man bereits kurze Zeit später fündig. Kameraaufnahmen entlarvten den vermeintlichen Dritten als Betrüger, denn auf Fotos sieht man Afzal mit Warnweste und Kappe auf einem Rad durch die Zwischenzeit fahren. Daraufhin wurde dieser sofort aus der Wertung genommen und disqualifiziert. Und die Plätze in der nationalen Wertung wurden neu gereiht und die Preisgelder an die wahren Gewinner Timon Theuer, Stephan Listabarth und Mario Bauernfeind verteilt.

Viele glückliche Gesichter

Mit Ausnahme dieses Zwischenfalls konnte man aber in durchaus sehr glückliche und positiv gestimmte Gesichter blicken. Zudem ist es immer wieder schön, so viele bekannte Lauffreunde aus dem In- und Ausland bei Kärnten Läuft zu treffen und zu quatschen. Und so freue ich mich bereits auf die 19. Auflage, die von 21. bis 23. August 2020 stattfinden wird!
Zuvor geht’s jetzt aber bereits dieses Wochenende zum Triathlon nach Podersdorf. Hier dann aber wieder aktiv über die Halbdistanz mit der Staffel „Panaceo Tri Team“.