Beim Graz Marathon wurde am vergangenen Wochenende das 25-jährige Jubiläum gefeiert. Und es war eine viertägige Geburtstagsfeier mit jeder Menge Geschenke: vom traumhaften Wetter über steigende Teilnehmerzahlen und begeisterten Läufern bis hin zu neuen Rekorden auf der Halbmarathon- und Marathondistanz. Ich war heuer inmitten der Graz Marathon Crew unterwegs und durfte euch über die Hotspots dieser tollen Veranstaltung in der steirischen Landeshauptstadt via Social Media am Laufenden halten. Aber am besten der Reihe nach…

Ein Auftakt nach Maß

Im Rahmen der langen Einkaufsnacht in Graz wurde heuer erstmals bereits am Donnerstagabend mit der Startnummernausgabe bei Gigasport gestartet. Für die Teilnehmer, die hier bereits ihre Startnummern ausfassten, gab es auch eine kleine Belohnung in Form eines Jubiläums-BUFFs. Und bei einem Glas Prosecco wurde auf das bevorstehende Wochenende angestoßen.
Vier Stockwerke oberhalb fanden sich Partner und Sponsoren im LaPlace ein um mit Sekt und einer Geburtstagstorte die bisherigen 24 Ausgaben des Graz Marathons Revue passieren zu lassen und auf die 25. Ausgabe anzustoßen.

Laufen mit den Profis

Den etwas ruhigeren Freitag musste ich bei diesem herrlichen Wetter einfach für eine Laufrunde entlang der Mur nutzen. Ganz besonders schön ist die Strecke ab dem Kunsthaus, wo ich dann bis zur Pfarrkirche Kalvarienberg lief. Noch einige Stufen nach oben und schon kann man das schöne Panorama von Graz genießen.


Am Samstag hatte ich dann das Vergnügen mit den beiden Marathon-Topläufern Edwin Kirwa und Samuel Karani einen lockeren Morgenlauf zu absolvieren, damit sich die zwei echt sympathischen Jungs auf den bevorstehenden Marathon einstimmen können.

Kinder bewegen

Der Samstagnachmittag stand auch heuer ganz im Zeichen des Laufnachwuchses. Die Kleinsten unter ihnen freuten sich ganz besonders auf den Maskottchenlauf – da strahlten die Kinderaugen, als Ferdi Flott, Sparefroh, Ugotchi, s’Börserl & Co zum Auftakt ihre Runde vor der Oper drehten. Auch beim anschließenden Bambinilauf durften die Maskottchen natürlich nicht fehlen! Aber auch der Junior Marathon mit knapp 1.000 Schülern sowie der Familienlauf waren ein voller Erfolg. Zum Jubiläum gab es aber auch am Samstag eine Neuerung, denn am Abend wurde erstmalig der City Run über 5 Kilometer ausgetragen.

Tag der Rekorde

Auch der Sonntag brachte viele Leute bei traumhaftem Wetter zum Strahlen. Bereits vor dem Startschuss gab es allen Grund zum Jubeln – mit insgesamt 9.500 Anmeldungen bei allen Bewerben durfte man sich über einen Zuwachs von rund 1.000 Teilnehmern freuen. Und dann ging es auch schon Schlag auf Schlag. Beim Halbmarathon, bei dem heuer auch die Österreichischen Meisterschaften ausgetragen wurden, unterbot Lemawork Ketema den bestehenden Streckenrekord von Günter Weidlinger um mehr als eine Minute und krönte sich in 1:03:55 zum Staatsmeister. Dahinter folgten die Innerhofer-Zwillinge auf den Rängen zwei (Manuel) und drei (Hans Peter). Auch bei den Damen siegte die Favoritin Cornelia Moser (1:16:12) vor Julia Mayer und Leyla Reshed.

Ein Herzschlagfinale

Beim Marathon wurde es zu einer wahren Zitterpartie – nicht was den Sieger betrifft, sondern aufgrund der Zeit. Vorjahressieger Edwin Kirwa löste sich bereits vorzeitig von seinen Kontrahenten und musste somit die letzten Kilometer alleine absolvieren. Als er dann auf der Zielgeraden vor der Oper auftauchte, wurde es eine richtig enge Kiste. Doch der sympathische Kenianer mobilisierte nochmals alle Kräfte und erreichte mit einem tollen Schlusssprint in 2:11:11 das Ziel. Somit konnte er den Streckenrekord um sechs Sekunden unterbieten. Unser gemeinsames Warm-up am Samstag hat sich also ausgezahlt! *gg*
Sein Teamkollege Samuel Karani wurde Zweiter, Wesley Kemboi vom Team Run2gether Dritter. Bei den Damen triumphierte die Polin Agnieszka Glomb in 2:54:16 vor Sonja Tajsich und Vroni Limberger.

Der etwas andere Last-Finisher

Herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle aber natürlich allen Finishern, die nach und nach vor der Grazer Oper im Ziel einlaufen. Sie alle sollen und dürfen sich als Sieger feiern lassen und bekommen natürlich alle auch die begehrte Finisher-Medaille „25 Jahre Graz Marathon“. Ein ganz besonderer Augenblick ist aber immer auch der Empfang des Last Finishers. Ganz knapp unter 6 Stunden tauchte dieser dann auf der Zielgeraden auf – und zur großen Verwunderung handelte sich dabei um einen jungen Burschen, den man auf den ersten Anblick genauso gut eine Zeit von 3 Stunden zutrauen würde. Nach dem Empfang mit Konfetti und Sekt sorgte er beim Interview für beste Unterhaltung: „Es war anstrengend, aber hat sich gelohnt. Vor drei Monaten habe ich mich dazu entschieden den Marathon zu bestreiten, zum Trainieren habe ich jedoch nicht begonnen!“