Ich bin durch eine Verletzung seit mittlerweile fast drei Wochen zum „Nichtstun“ verdonnert, sprich ich musste eine Laufpause einlegen. Wie sich nun herausgestellt hat, dürfte es sich um eine schmerzhafte Entzündung des Piriformis-Muskels handeln. Das ist jetzt aber eigentlich nur nebensächlich, denn mir geht in diesem Blog um etwas ganz Anderes!

Keine Selbstverständlichkeit

Gerade in diesen Zeiten, wo wir unseren heißgeliebten Sport nicht ausüben können, verändern wir auch unserer Sichtweise ein wenig – zumindest bei mir war und ist es definitiv so. Sprich es wird irgendwann einfach zur Gewohnheit und Selbstverständlichkeit seinem Hobby nachzugehen – die Laufschuhe werden geschnürt und schon geht es los. Doch so selbstverständlich ist es dann gar nicht, denn wir sollten froh und dankbar darüber sein, dass es uns gut geht und auch mal an jene denken, die es nicht können. Auch wenn ich immer wieder ganz ehrgeizige Ziele hatte und mich auch konsequent auf den einen oder anderen Bewerb vorbereitet habe, stand aber dennoch fast immer die Freude und der Spaß an der Bewegung im Vordergrund. Sprich ich habe schon auch darauf geachtet, meinem Körper die entsprechende und notwendige Regeneration zu geben.

Einfach zum Nachdenken…

Wenn wir dann aber ganz plötzlich durch eine Verletzung aus der Bahn geworfen und somit zu einer Zwangspause verdonnert werden, ist es wieder an der Zeit einfach nachzudenken. Oftmals will uns ja unser Körper genau durch eine Verletzung oder anderen Symptomen etwas mitteilen – vielleicht auch sagen, dass er mit etwas nicht einverstanden ist oder einfach mal eine Pause benötigt. Und diese habe und werde ich ihm auch gönnen!
Und wer kennt das ehrlich gesagt nicht? Wir lieben das Laufen und vernachlässigen dabei vielleicht auch mal das nicht zu unterschätzende ergänzende oder alternative Training, wie beispielsweise Kraft- und Stabilisationstraining, Dehnen oder zum Ausgleich alternative Sportarten wie Radfahren, Schwimmen oder sonstiges.

Denk positiv – Chance und kein Übel

Auch wenn ich jetzt schon fast drei Wochen nicht mehr laufen konnte und dies noch für mindestens eine Woche so sein wird (und wer mich kennt, weiß wie schwer mir das fällt!!), lasse ich den Kopf jetzt nicht hängen. Ich blicke positiv in die Zukunft und sehe diese Verletzung als Chance und nicht als Übel. Sprich ich werde es jetzt locker angehen, versuchen die Probleme möglichst bald in den Griff zu bekommen und anschließend neu durchzustarten. Ich werde versuchen neben dem geliebten „Auslauf“ auch mehr Fokus auf alternatives Training zu legen. Und auch weiterhin werde ich bestens gelaunt und mit viele Freude bei der Sache sein – und somit hoffentlich auch in Zukunft viele Menschen für den Sport zu begeistern und zu motivieren!

Deine Meinung ist gefragt

Mich würde aber natürlich auch brennend interessieren, wie es euch damit geht bzw. was ihr für Erfahrungen ihr mit Verletzungen und Pausen gemacht habt. Also schreibt mir doch einfach … ich würde mich sehr freuen!

6 Gedanken zu „Wenn dein Körper mit dir spricht …

  1. Hallo Werner! Ja, du sprichst mir aus der Seele! Ich habe erst mit 34 Jahren zu Laufen
    begonnen, bin 20 Jahre bis Marathondistanz gelaufen und war kein einziges Mal verletzt! Alles selbstverständlich! Jetzt im Wechsel plagen mich seit einigen Jahren immer wieder diverse Wehwehchen (Sehnen- und Muskelprobleme), die ein konsequentes Training nicht zulassen. Bis jetzt habe ich mit dieser Situation gehadert. Seit einigen Wochen fahre ich einmal in der Woche für 1 Stunde zum Krafttraining nach Euratsfeld, wo der Daniel Punz mit uns Koordination- Stabi- und Kraftübungen macht und siehe da, es macht mir unglaubliche Freude, in einer Gruppe zu trainieren. Es spornt mich richtig an und ich hab erst jetzt gemerkt, was ich da für einen Nachholbedarf habe. Auch setze ich mich viel öfters aufs Rad und Schwimmen wird auch immer wichtiger für mich. Wenn es mir so gut geht, daß ich laufen kann, dann genieße ich das viel mehr als früher.
    In diesem Sinne noch gute Genesung und ganz liebe Grüße aus Gresten
    Anna-Maria

    • Liebe Anna-Maria!
      Ganz genau, solange es einem gut geht und man keine Probleme oder Schmerzen hat, macht man sich darüber wenig Gedanken. Durch solche Situationen werden wir zum Nachdenken angeregt und solange wir darauf reagieren und es auch akzeptieren, ist ein Umdenken möglich. Dieser Prozess muss einfach auch im Kopf stattfinden, denn wenn dieser nicht dafür bereit ist, wirst du nicht wirklich was ändern können!
      Freut mich sehr, wenn du es geschafft hast alternatives Training einzubauen und noch dazu so viel Spaß dabei hast!! :)
      Vielen Dank und auch dir alles alles Gute!! :)
      Liebe Grüße Werner

  2. Hallo,
    deine Situation ist ein Spiegelbild meiner im Moment. Ich kann auch seit ca. 3-4 Wochen nicht laufen, da ich immer wiederkehrende Wadenprobleme habe.

    Gerade im Sommer wollte ich mich ruhig und gezielt auf die Herbstläufe vorbereiten. Soll nicht sein, ist nicht so.

    Mittlerweile halte ich mich mit Radfahren und Gymnastik fit und warte geduldig auf den nächsten Lauf. Aber wie heißt es so schön: Geduld ist eine Tugend, die sich zu pflegen lohnt.

    Alles Gute und liebe Grüße, Christian

    • Lieber Christian!
      Ja das kenne ich nur allzugut. Ich bin es einfach gewohnt regelmäßig zu laufen, was für mich auch ein guter Ausgleich ist um abzuschalten,… Aber ich sehe es jetzt wie gesagt viel mehr als Chance, um auch in Zukunft weiterhin viel Spaß an der Bewegung zu haben!! :)
      Geduld zahlt sich also allemal aus, du wirst sehen!! :)
      Dir auch alles Gute und liebe Grüße
      Werner

  3. Hallo

    Seit 2013 als Läufer und Radler unterwegs im April wars soweit, bruch des Mittelfussknochen – 6 Monate Pause im August gehts wieder los 💪🏻👍🏻
    An alle die ein paar Wochen pausieren müssen geniesst es es könnte viel schlimmer sein 😎 Alles gute beim comeback !

    • Hallo Bernd!
      Da hast du Recht – ja 6 Monate sind da schon ziemlich zäh – wünsche dir alles Gute für deinen Neustart im August!
      Vielen Dank und liebe Grüße
      Werner

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