Bereits vergangene Woche habe ich in einem Blogbeitrag über die Absagenflut von Laufevents geschrieben. Doch jetzt überschlagen sich diesbezüglich die Ereignisse und News. Heute wendet sich der Vienna City Marathon gemeinsam mit dem Salzburg Marathon sowie dem Österreichischen Frauenlauf mit einem gemeinsamen Brief an den Graz Marathon. Die drei Veranstalter, die ihre Events aufgrund der Corona-Krise abgesagt haben, schießen dabei scharf auf den Graz Marathon Organisator. Auslöser dafür war ein Newsletter, den Michi Kummerer und sein Team vergangenes Wochenende (9.4.2020) an die Läufer ausgeschickt hat. -> Hier der Brief <-

Vorgangsweise im Falle einer Absage

In diesem Newsletter wendet sich der Graz Marathon an alle Läufer und möchte diese zur Bewegung motivieren. Dabei kommuniziert Michi Kummerer auch ganz klar und offen die Vorgangsweise bei einem Ausfall der Veranstaltung. Sprich im Falle einer Absage können alle angemeldeten Teilnehmer ihren Startplatz bei einem gleichwertigen Bewerb beim Graz Marathon 2021 (8. bis 10. Oktober 2021) einlösen. Falls dieses Angebot nicht genützt werden will, besteht auch die Möglichkeit, das eingezahlte Startgeld refundiert zu bekommen.

Klare Kommunikation im Mittelpunkt

Eine gute und klare Kommunikation mit allen Läufern und Teilnehmern habe ich bereits in meinem Blogbeitrag vergangene Woche gefordert. Und dabei auch bereits Beispiele genannt, die sich das zu Herzen genommen haben und ihren angemeldeten Läufern ein entsprechendes und faires Angebot gemacht haben. Denn der Läufer sollte meiner Meinung nach im Mittelpunkt jedes Events stehen, denn ohne sie gibt es auch keine Veranstaltungen.

Eine „Marketing Show“

Der Vienna City Marathon stellt in seinem Brief genau diese Frage: „Warum kommuniziert der Graz Marathon in der jetzigen Situation, wie er im Falle einer Absage mit den Nenngeldern umgehen würde?“ Und spricht in weiterer Folge auch von einer „Marketing Show“.
Was stimmt ist, dass zum jetzigen Zeitpunkt keiner sagen kann, wie es in ein paar Monaten ausschaut und was dann alles möglich ist. Doch was ist schlecht daran, klar zu kommunizieren, was im Falle einer Absage mit dem Startgeld der Läufer passiert?  Gerade in so ungewissen und herausfordernden Zeiten ist eine gewisse Sicherheit doch nicht gerade so schlecht.

Ungewissheit bei Läufern

Der Vienna City Marathon Marathon gibt am 11. März 2020 die Absage des Wien Marathons auf deren Homepage bekannt. Ich weiß nicht ob seither auch ein Mail an alle Läufer rausgegangen ist, was mit deren Startgeld passiert. Oder ob es ein konkretes Angebot seitens des VCM gibt. Auf der Homepage konnte ich diesbezüglich bis dato (exakt 5 Wochen später – 15.4.2020) leider keine Info finden.

Umgang mit der Absage

Mittlerweile habe ich die unterschiedlichsten Lösungen von Veranstaltern gesehen, wie sie mit einer Absage umgehen. Dies reicht von Rückerstattung von Startgeldern, Startplätze für das nächste Jahr, besondere Goodies für all jene, die von einer Rückerstattung des Nenngelds absehen bis hin zu eigenen Clubs oder spezieller Begünstigungen. Oftmals kann man auch aus verschiedenen Varianten wählen. Und genau dieses Wahlrecht kommt aus Erfahrung besonders gut an. Ganz egal für welchen Weg man sich entscheidet und welche Lösungen man den Läufern anbietet. Die Kommunikation und der Umgang mit den Teilnehmern macht es am Ende aus. Ganz nach dem Motto „Wie man in den Wald hineinschreit,….“

DEINE MEINUNG ZÄHLT!

Deshalb bin ich sehr gespannt auf eure Meinung. Wie seht ihr diese ganze Thematik und was wünscht ihr euch als Läufer von den Veranstaltern?? Worauf legt ihr ganz besonderen Wert?? Wer hat diesen Umgang mit „Covid19-Absagen“ besonders gut gemeistert?? Welche sind negativ aufgefallen?? Gerne per Mail an schritti@runningschritti.at
Ich werde diese gesammelt und natürlich anonym auch gerne an unterschiedlichste Veranstalter weitergeben, denn ich denke, die Meinung der Läufer ist einfach ganz besonders WICHTIG!!