Immer wieder werde ich gefragt, welche Tipps ich denn für Laufeinsteiger so parat habe. Natürlich ist das allgemein immer sehr schwierig zu beantworten, da es unter anderem abhängig von der Vergangenheit sowie dem aktuellen körperlichen Zustand ist. Ich habe immer wieder mit den unterschiedlichsten Typen zu tun – das macht die Arbeit als Trainer aber auch so abwechslungsreich und spannend. Dennoch gibt es ein paar Dinge, die ich Laufeinsteigern auf alle Fälle ans Herz legen will.

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Dem Körper Zeit geben

Leider sehe ich immer wieder wie sich so mancher bereits gleich zu Beginn regelrecht „verheizt“ und es viel zu schnell angeht. Es ist absolut keine Schande, wenn man am Anfang nicht am Stück durchlaufen kann. Das Problem ist jedoch, dass sich das viele einfach nicht eingestehen wollen und sich denken, ich MUSS jetzt laufen und da darf ich jetzt nicht stehenbleiben.
In diesem Fall kann ich jedem Anfänger nur raten mit entsprechenden Gehpausen zu beginnen – in einem bestimmten Rhythmus Laufen und Gehen. So kann sich der Körper viel besser darauf einstellen und man gönnt ihm die Pausen, die er gerade am Anfang noch benötigt.

Brems dich ein

Wenn es dann mit dem Durchlaufen klappt, rate ich es langsam anzugehen. Hier wird oftmals der Fehler gemacht, dass das Tempo viel zu hoch gewählt wird und bis zur kompletten Erschöpfung/Ermüdung gelaufen wird. Drosselt das Tempo lieber etwas und versucht mit einem Lächeln im Gesicht zu laufen und so mit der Zeit auch entsprechend die Distanz zu steigern. Der langsame Dauerlauf ist die beste Grundlage und sollte auch bei wettkampforientierten Läufern die umfangreichste Trainingsform darstellen.

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Bitte langsam steigern

Auch wenn es dann mit dem Laufen schon ganz gut klappt und euch der Ehrgeiz packt, macht bitte nicht den Fehler und steigert die Umfänge zu schnell. Legt einen zusätzlichen Trainingstag in der Woche ein, erhöht die Distanzen und zuletzt erst die Intensität – und macht diese Steigerungen stufenweise und nicht sprunghaft. Die richtige Reihenfolge der Belastungssteigerung ist dabei ganz wichtig: 1. Trainingshäufigkeit – 2. Umfang – 3. Intensität

Nur nicht den Spaß verlieren

Das Allerwichtigste ist aber natürlich nie den Spaß an der Bewegung und am Laufen zu verlieren. Deshalb ist es auch wichtig eine gewisse Abwechslung ins Training zu bringen, probiert mal ganz neue Laufstrecken oder erkundet die Natur oder auch die Stadt mal laufend. Ihr werdet sehen, dass das nicht nur Spaß macht, sondern plötzlich auch die Zeit wie im Fluge vergeht. Vielleicht findet ihr ja auch den einen oder anderen Gleichgesinnten, mit dem ihr euch zum Laufen trefft oder ihr schließt euch z.B. einem Lauftreff an. Dies kann auch wieder für neue oder zusätzliche Motivation sorgen.
Ab und an ist es zudem auch interessant eine alternative Sportart auszuüben oder einfach mal auszuprobieren.

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Bei Fragen einfach melden

Ich hoffe ich konnte mit diesem Blog einigen weiterhelfen oder den einen oder anderen Tipp für das künftige Training geben. Ich freue mich wie immer über euer Feedback und bei Fragen könnt ihr euch gerne jederzeit bei mir melden! Euer Running Schritti

2 Gedanken zu „Laufen: So klappt der Einstieg

  1. Danke für den Beitrag!
    Die Gehpausen kann ich nur empfehlen. Ich habe mir zum Anfang Strecken rausgesucht, die nicht viel genutzt werden. Aber auch heute mache ich noch Gehpausen, wenn es nicht so gut läuft. Mit dem Unterschied, dass es mir inzwischen egal ist, wenn ich gehe.

    • Perfekt – ist wie gesagt ja nix schlimmes dazwischen mal zu gehen – man erholt sich wieder und kann nachher wieder befreit laufen! 😉

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