Der Wings for Life World mobilisiert seit fünf Jahren zigtausende Menschen, für all jene zu laufen, die es selbst (noch) nicht können. Bei der sechsten Auflage waren wieder 120.000 registrierte Teilnehmer mit von der Partie und sorgten für eine Spendensumme von 3,5 Millionen Euro. Der Charity-Bewerb unterstreicht damit seine enorme Bedeutung für die weltweite Forschungsarbeit auf der Suche nach Heilung von Rückenmarksverletzungen. Ich bin seit der ersten Stunde an mit dabei und war nach den ersten beiden Jahren in St. Pölten das vierte Mal beim größten Event in Wien dabei. Unter den Teilnehmern wie gewohnt viele prominente Gesichter wie Anna Gasser, Patricia Kaiser, Andreas Goldberger, Philipp Hansa oder Julian Eberhard.
Eine ganz besondere Freude war es, dass ich heuer auch im Team „Julys Roadrunners“ der äußerst sympathischen Julia Macchietto starten durfte, die ich voriges Jahr beim World Run kennenlernte und auch begleitete!

 

Grandiose Stimmung

Die Bedingungen waren heuer alles andere als gewohnt frühlingshaft – es herrschten kühle Temperaturen und Dauerregen. Doch auch diese Bedingungen konnten der guten Stimmung absolut keinen Abbruch tun – bereits vor dem Start waren alle bestens gelaunt! Da geht einem trotz des Regens die Sonne im Herzen auf!
Das einzigartige Rennformat und die grandiose Stimmung machen den Lauf immer wieder aufs Neue zum absoluten Erlebnis und somit auch zum Pflichttermin im Laufkalender. Ich durfte auch heuer wieder den vierfachen Snowboard-Weltmeister Benjamin Karl auf seiner Reise durch Wien begleiten. Unser Ziel war es, die 25 Kilometer-Marke beim Wiener Praterstern zu erreichen.

Viele strahlende Gesichter

Die Zeit vergeht immer wie im Fluge und wir spulten Kilometer um Kilometer ab. Trotz des Regens sieht man stets in glückliche und strahlende Gesichter der Menschen auf der Strecke. Mittendrin auch einige Rollstuhlfahrer wie Nico Langmann oder Lukas Müller, die wir ein Stück ihres Weges begleiten konnten. Genau diese Kombination macht es letztendlich auch aus! Im Wiener Prater angekommen, musste Benny aufgrund muskulärer Probleme das Rennen nach gut 20 Kilometer leider beenden. Und er schickte mich los, unser Rennen wie geplant bis zum Praterstern fortzusetzen.
Gesagt, getan – ich machte mich auf den Weg und legte bei der Labestelle vor KM 25 noch eine kurze Pause für ein paar Videoaufnahmen ein.

Der Fight gegen das Catcher Car

Und dann wurde es plötzlich laut. Das ist immer das Zeichen dafür, dass sich das Catcher Car von hinten anbahnt und die Reise der Läufer beendet. Ganz unterschiedlich ist jedoch immer die Reaktion der einzelnen Leute. Die einen sichtlich erleichtert und erlöst, da bereits voll am Limit. Andere wiederum mobilisieren ihre letzten Kräfte um das Ende noch ein wenig hinauszuzögern. So auch ich, der zu einem Schlusssprint ansetzte. Mit der Kamera bewaffnet und einer Geschwindigkeit von 17km/h des Catcher Cars schon eine entsprechende Challenge – aber ein echt tolles Feeling.
Nach ein paar hundert Meter war es dann aber soweit und ich konnte mit einem breiten Grinser im Gesicht das Rennen beenden. Anschließend schnell hinein in die U-Bahn und retour in Richtung Rathausplatz.

World Run – ein voller Erfolg

Der Wings for Life World Run war auch heuer wieder ein voller Erfolg, ganz egal wie weit man Ende auch kommt. Was gibt es Schöneres, als mit dem was man gerne tut, auch Gutes tun zu können. Das Ziel Querschnittslähmung zu heilen sollte Ansporn genug fürs Mitmachen sein. Wir sollten uns immer bewusst sein, wie glücklich man sich schätzen kann, wenn man gesund ist!