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Wie die meisten von euch mitbekommen haben, stand das Laufjahr 2017 nicht unbedingt unter den besten Sternen. Im März hat im wahrsten Sinne des Wortes alles seinen Lauf genommen – ich hatte Schmerzen im Gesäß, welche über die Oberschenkel-Innenseite ausstrahlte. Ab diesem Zeitpunkt war es immer ein Auf und Ab, was die Schmerzen anbelangt. Leider war ich zu Beginn auch nicht wirklich in guten Händen, was den ärztlichen Part anbelangt und so wurde immer wieder etwas therapiert, aber wohl nicht die Ursache. Und so begann ein kleiner Teufelskreis, der es absolut nicht besser machte… (es ging wohl nicht nur wertvolle Zeit verloren)

Besserung nun spürbar

Im September kam ich dann aber glücklicherweise zu Dr. Ulrich Lanz, der seine Praxis im MZA Alserstraße in Wien hat. Erstmals fühlte ich mich verstanden und in guten Händen. Ich bekam sofort eine mehr als verständliche und korrekte Diagnose, welche auch mittels MRT-Bilder entsprechend untermauert wurde -> eine hartnäckige Adduktorenzerrung rechts sowie ein Knochmarksödem am Schambein beidseitig. Mittels mehrmaliger Stoßwellentherapie bei Dr. Lanz sowie der begleitenden Physiotherapie bei Norbert Schrott in Weinburg ist jetzt erstmals eine deutliche Besserung spürbar!! :) Jetzt stehen viel Kräftigung, Dehnen und nur ganz lockeres Laufen am Programm.

Da ich nun immer wieder mit Fragen rund um das Knochenmarksödem sowie die Stoßwellentherapie von euch konfrontiert wurde, habe ich mir gedacht, ich bitte Dr. Ulrich Lanz zu einem kurzen Interview. Somit kann ich euch interessante Infos aus erster Hand zur Verfügung stellen!

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Was genau ist ein Knochenmarksödem bzw. wie entsteht es?

Ein Knochenmarksödem ist ein Bluterguss oder eine Flüssigkeitsansammlung im Knochen als Ausdruck einer chronischen Überlastung. Außerdem kann es durch ein Trauma, bei Osteoporose und Durchblutungsstörungen verursacht werden.  Im schlimmsten Fall kommt es zu sogenannten Stressfrakturen und Absterben des Knochens der sog. aseptischen  Osteonekrose. Es kann in jedem Knochen auftreten. Häufig betroffen sind die Mittelfußknochen, die Schambeinäste und die Hüftköpfe.

Wie kann man diese therapieren?

Die Therapie hängt vor der Ursache ab. Neben Ruhigstellung und heilgymnastische Übungen kommen auch medikamentöse, entzündungshemmende Mittel sowie durchblutungssteigernde Medikamente (spezielle Infusionstherapie mit stationärem Aufenthalt im KH) in Frage. Zusätzlich ist die extrakorporale fokussierte Stoßwellentherapie eine gute Behandlungsoption.

Was genau ist die Stoßwellentherapie?

Stoßwellen werden schon seit Jahrzehnten in der Medizin eingesetzt. Ihre Verwendung bei orthopädischen Beschwerden ist relativ neu.
Man unterscheidet zwischen radialer und fokussierter Stoßwelle, wobei die radiale keine echte Stoßwelle ist, sondern nur eine mechanisch erzeugte Druckwelle, die eher an der Oberfläche wirkt, z.B. bei Verspannungen.
Die fokussierten Stoßwellen sind stattdessen Schallwellen, die auf einen bestimmten Punkt gerichtet werden können, da sie über ein konisch zusammenlaufendes Gelkissen in einer vordefinierten Tiefe Ihr Maximum erreichen. Durch Aktivierung der Zellmembranen und der Nervenenden kommt es zu einer Schmerzminderung und einer körpereigenen Entzündungshemmung.

Wie kommt es erst gar nicht so weit?

Die häufigste Ursache für ein Knochenmarksödeme im sportlichen Bereich ist das falsche Training und die falsche Regeneration. Meist wird auf die Dehnungsübungen vergessen und die Rumpfstabilität zu wenig trainiert. Verkürzte Muskeln führen zu einer Dauerbeanspruchung an ihren Ursprüngen und Ansätzen (= der Knochen und Sehnenansätze) auch in Ruhe, ein instabiles Becken und führt zu Instabilitäten in der Bewegungskette und damit zu unnötigen Belastungsspitzen an den Gelenken und am Knochen.
Tägliche Dehnungsübungen ohne Ausreden und regelmäßiges Kräftigen der Rumpfmuskulatur muss bei jedem Sportler im wöchentlichen Trainingsprogramm integriert werden.
Weitere Infos:
Dr. Ulrich Lanz
Schulterspezialist und Sportorthopäde
Daviscup- und ÖLV Teamarzt
www.lanzschulter.at

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