Unsere Füße müssen bekanntlich Tag für Tag eine schwere Last tragen. Ein ganzheitlicher Therapieansatz, bei dem der Fuß im Mittelpunkt steht, ist die Podotherapie. Über Reize und Stimulation der Muskulatur versucht man Bewegungsabläufe positiv zu verändern und Muskelketten zu aktiveren. Dabei handelt es sich um spezielle Einlagen, die ganz genau angepasst werden. Aber auch in Verbindung mit entsprechenden physiotherapeutischen und osteopathischen Maßnahmen. All diese Bereiche werden im Sportorthopädie Zentrum Hietzing bestmöglich abgedeckt. Die Physiotherapeutin Christina Lindner-Hufnagel hat sich auch auf die Osteopathie und Podotherapie spezialisiert und bringt somit jede Menge Erfahrung mit. Gemeinsam mit Christina und ihrer Kollegin Birgit Haselsteiner behandeln wir mit der Podotherapie ein für viele noch nicht so bekanntes Thema. Für beide ist Bewegung ein wichtiger Bestandteil, um Schmerzzustände zu verbessern und normale Bewegungsabläufe wiederherzustellen.

Genaue Analyse

Bevor es aber überhaupt zu einer Einlagenanpassung kommt, ist es ganz besonders wichtig, sich entsprechend viel Zeit zu nehmen, um die Ursachen der Probleme zu analysieren. Sprich passt unten am Fuß etwas nicht und setzt sich deshalb die Kette nach oben hin fort? Oder ist es eventuell sogar genau umgekehrt? In diesem Fall muss man zuerst diese Probleme beheben, damit Einlagen überhaupt ihre Wirkung entfalten können. Anschließend wird ein dynamischer Fußabdruck erstellt. Durch Videos (Ganganalyse) von vorne und von hinten vom Becken abwärts wird analysiert, was der Fuß bei der Belastung macht und wie sich das auf das Knie, die Hüfte oder den Rücken auswirkt.

Therapie- oder Sport-Sohlen

Bei den Einlagen gibt es zwei verschiedene Arten. Die propriozeptiven Therapie-Sohlen kann man in jeden Schuh einlegen. Diese aktiveren die Muskeln am Fuß und Muskelketten am gesamten Bewegungsapparat. Sie korrigieren die Fußstellung und Körperhaltung und regulieren Muskelspannungen. Für den Sportbereich gibt es fazilitierende Einlagesohlen, die auch weiche Elemente enthalten. Diese stützen zwar den Fuß, sind aber nicht zu starr und lassen eine Rückfederung zu. Gerade beim Sport funktioniert es nämlich nicht, die ganze Zeit die Muskulatur zu aktiveren. Dadurch würde die Muskulatur viel zu schnell ermüden. Ziel ist es falsche Bewegungsmuster zu physiologisch richtigen Bewegungen zu bahnen und vor Fehlbelastungen zu schützen.

Einsatz der Podotherapie

Es gibt die unterschiedlichsten Probleme, bei denen die Podotherapie zum Einsatz kommt. Dazu zählen Knick-, Senk-, Sichel- und Plattfuß, innenrotierter Gang oder auch Fersensporn und beginnender Hallux. Christina Lindner-Hufnagel und Birigt Haselsteiner freuen sich dabei über durchwegs sehr positives Feedback ihrer Patienten. Bei den Einlagen trifft auch häufig das Motto „Weniger ist mehr“ zu. Bereits kleine Keile können eine große Wirkung haben.

Kinder aktiv helfen

Kinder liegen Birgit, die selbst auch eine liebevolle Mutter ist, ganz besonders am Herzen. Gerade bei Kindern und Jugendlichen, die sich noch im Wachstum befinden, sind orthopädische Einlagen meist nicht die beste Wahl. Vielen ist aber bis heute nicht wirklich bewusst, dass es auch eine andere Form der Einlagenversorgung gibt. Hier bieten sich podotherapeutische Einlagesohlen oft perfekt an, da man ihnen damit in einer aktiven und nachhaltigen Art und Weise helfen kann. Je nach Fehlstellung braucht man hier eine Betreuung für mehrere Jahre, da der Fuß wächst und man entsprechend darauf reagieren muss. Es reicht aber meist, dies ein Mal pro Jahr anzupassen (bei Kindern meist zwei Mal).

Schmerzen vorbeugen

Für den Einsatz der Podotherapie müssen aber nicht unbedingt bereits Probleme bestehen. Auch ohne Schmerzen und Beschwerden kann man in den Genuss der positiven Auswirkungen kommen. Damit kann man die Bewegung in eine positive Richtung bahnen. Wenn man den ganzen Tag auf den Beinen ist, merkt man beispielsweise dass die Füße dadurch nicht so schnell ermüden.

Überlastungsbeschwerden

Wir hoffen, wir konnten euch damit einen interessanten Einblick in die Podotherapie geben. Bei weiteren Fragen und Interesse könnt ihr euch direkt an das Sportorthopädie Zentrum wenden. Nach den beiden Orthopäden Dr. Reinhard Schuh (Fuß und Sprunggelenk) und Dr. Sebastian Leder-Berg (Hüfte) freue ich mich für den nächsten Beitrag auf den leitenden Physiotherapeuten des Sportorthopädie Zentrums Bernhard Walter. Mit ihm werde ich über das Thema Überlastungen beim Sport sprechen. Wie kommt es dazu? Wie kann ich dem entgegenwirken? Diese und viele weitere Fragen werde ich mit ihm klären. So stay tuned…

Kontakt

Sportorthopädie Zentrum
Wahlarztpraxis – Termine nach Vereinbarung
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