Lauf aus einer anderen Perspektive

Laufbericht

Wenth_Schrittwieser

Das Manker Lauffestival ist mein „Heimlauf“ schlechthin und so war ich hier auch seit 2008 jedes Jahr am Start. Hier konnte ich auch oftmals meine sportlich besten Leistungen abrufen und zahlreiche Podestplätze feiern. Wohl auch deswegen, weil die Stimmung und Atmosphäre dieses Laufes einfach großartig und einzigartig ist. Auf einem 1.088 Meter Rundkurs geht es eine Stunde lang durch Mank, während man von den lautstarken Zuschauern, Musik und dem Moderator wahrlich zu Höchstleistungen getrieben wird.

FOTO (54)

Laufschuhe gegen Mikros tauschen

Am Freitag tauschte ich jedoch die Laufschuhe gegen Mikrofone und so führte ich über sechs Stunden lang als Moderator durch das Programm. Von den Nachwuchsläufen über den 1-Stunden-Nachtlauf bis hin zu den Siegerehrungen. Da ich selbst auch in der Organisation des Lauffestivals tätig bin dreht sich an diesem Wochenende eigentlich eh immer alles um diese Veranstaltung. Die eine Stunde während des Nachtlaufs haben wir uns aber immer „freigenommen“ um selbst auch aktiv teilzunehmen.

FOTO (127) - Kopie

Lasset die Moderation beginnen

Wie gesagt änderte sich dies im heurigen Jahr, somit änderte sich auch die Perspektive. Nachdem ich den Bambinilauf sowie den „One hour kidsrun“ sowie die Nachwuchs-Siegerehrungen gut über die Bühne gebracht hatte, hieß es kurz mal durchschnaufen, ehe es um 21.00 mit dem 1-Stunden-Nachtlauf losging. Zuvor noch ein paar Interviews mit den Siegern der letzten Jahre wie Christian Steinhammer, Wolfgang Wallner, Mario Sturmlechner und Marius Bock. Und natürlich durfte auch die Olympia-Finalistin Jennifer Wenth, die heuer erstmals beim Nachtlauf an den Start ging, fehlen.

FOTO (170)

Motivation für die Läufer

Ich versuchte einerseits das Publikum über den aktuellen Zwischenstand sowie die Läufer zu informieren und andererseits auch die Läufer selbst bestmöglich unterstützen und motivieren. Und die Zeit verging wie im Fluge – noch viel schneller als es bei meinen zahlreichen aktiven Teilnahmen war. Am Ende konnten sich mit Christian Steinhammer und Jennifer Wenth die Favoriten durchsetzen, dahinter kam es aber zu einem äußerst spannenden Duell, welches Marius Bock gegen Wolfgang Wallner für sich entschied.

Nachtlauf_Tagesschnellsten

Viel positives Feedback

Alles in allem war es wieder eine äußerst gelungene Veranstaltung, für welche wir wieder sehr viel Lob ernten durften. Und auch meine Moderation kam sehr gut bei den Zuschauern und Läufern an, was mich natürlich auch ganz besonders freute. Nachdem ich mit der Siegerehrung auch noch den letzten Part erledigte, ließen wir den Abend, oder besser gesagt die Nacht – immerhin war es dann ja schon fast Mitternacht – noch gemütlich bei dem einen oder anderen Gläschen mit Lauffreunden ausklingen.

Tolle Atmosphäre beflügelt

Allgemein

FOTO (236) FOTO (200)

Der 1-Stunden-Nachtlauf im Rahmen des Manker Lauffestivals ist für mich immer wieder ein ganz besonderes Erlebnis. Da ich bei diesem Event auch in der Organisation tätig bin, ist meine persönliche Vorbereitung auf dieses Rennen natürlich ganz anders. Nach dem Aufbau und der Moderation der Nachwuchsbewerbe und deren Siegerehrung wird noch schnell das Outfit gewechselt, ehe es nach einer kleinen Aufwärmrunde ab zum Start geht.

FOTO (80) FOTO (153)

Immer wieder aufs Neue motiviert

Und schon wartet man wieder mit 300 Laufbegeisterten gemeinsam die letzten Sekunden ab, ehe der Startschuss fällt. Die Stimmung auf dem 1.088 Meter langen Rundkurs mitten durch die Stadt ist einfach einzigartig – die Musik sowie die lautstarken Zuschauer sorgen dafür, sein Bestmögliches geben zu wollen. Nach den ersten vier Runden dachte ich mir momentan „Auweh, das wird wohl heute richtig hart“.
Ich fühlte mich irgendwie ein wenig schlapp und somit hieß es bereits sehr früh im Rennen die Zähne zusammenzubeißen. Alle rund 4 Minuten passierte ich den Start-/Zielbereich, was mich persönlich immer wieder aufs Neue motivierte – durch die tolle Stimmung wollte ich alles aus mir herausholen.

FOTO (287)

Happy End

Und so konnte ich mich auch wieder fangen und kam aus dem kleinen „Zwischentief“ ganz gut heraus. So schaffte ich es auch gegen Ende hin die letzten Kräfte zu mobilisieren und nochmals zuzulegen. Durch einen Schlusssprint war meine letzte Runde mit einer Zeit von 3:54 sogar noch meine schnellste Runde.
Am Ende erreichte ich 15 Runden und somit 16,32 Kilometer mit einer Endzeit von 1:01:32 (nach Ablauf der 1 Stunde wird die angefangene Runde fertiggelaufen). Dies bedeutete den 12. Gesamtrang sowie den 2. Platz bei der Manker Stadtmeisterschaft. Mit diesem Ergebnis bin ich wirklich sehr zufrieden und blicke bereits gespannt auf die nächsten Bewerbe. Next stop: Weintraubenlauf Ruppersthal am 26. Juni 2016.

FOTO (320) - Kopie